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Der Export von Kartoffelprodukten Richtung Osteuropa wächst seit der EU-Erweiterung vor zwei Jahren. Der Boom wird sich fortsetzen, bis die dortige Landwirtschaft sich an die EU-Standards angepasst hat. "Auf den Zug der Entwicklung in den mittel- und osteuropäischen Ländern gilt es jetzt aufzuspringen", rät Frank H. J. Schrader, Farm frites International, beim europäischen Kartoffelkongress in dieser Woche in Hameln. "Die Anpassung der osteuropäischen Länder an den Westen wird weiter an Fahrt gewinnen," schätzt er die Situation am Kartoffelmarkt im erweiterten Europa ein. Die Verbrauchereinkommen in den Beitrittsländern sind von 1999 bis 2003 um mehr als 70 Prozent gestiegen und verzeichnen weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum, berichtete Dr. Theodor Seegers vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin. Im selben Zuge passen sich auch die Verbrauchsgewohnheiten denen der westeuropäischen Länder an. Verarbeitete Kartoffelprodukte wie Chips und Pommes frites werden häufiger verzehrt. Noch können Landwirtschaft und Verarbeitung den wachsenden Bedarf nicht decken, weil sie strukturell und technisch aufholen müssen. (brs)
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