Dämpfer

Petrotec bestätigt Verluste

Die Petrotec AG, Borken, hat im 1. Halbjahr 2014 einen Umsatz von 96 Mio. € erzielt und damit etwa das Niveau aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum erreicht. Allerdings ergibt sich von Januar bis Juni dieses Jahres ein operativer Betriebsverlust (vor Zinsen und Steuern) von 9.000 €, nach einen Betriebsgewinn von 3,7 Mio. € ein Jahr zuvor. Laut Petrotec spiegelten diese Ergebnisse die erschwerten Marktbedingungen auf dem abfallbasierten Biodieselmarkt wider.

Bedingt durch eine knappere Rohstoffversorgung hauptsächlich im 1. Quartal 2014 ging die Produktionsmenge im aktuellen Berichtszeitraum um 1.731 auf 69.407 t zurück (1. Halbjahr 2013: 71.138 t). Die Auslastung der Biodieselanlagen gibt das Unternehmen mit 75,7 (77,5) Prozent an.

Längerfristig sieht die Geschäftsleitung nach eigener Einschätzung eine weiter steigende Nachfrage nach Biodiesel - und zwar in erster Linie aufgrund der steigenden Anzahl von Ländern, die das System der doppelten Gewichtung (Double Counting) einführen. Hinzu kämen die höheren Beimischungs-Verpflichtungen, um die Zielvorgaben für die Treibhausgaseinsparung zu erreichen. Kurzfristig erwartet das Unternehmen jedoch „ein relativ schwaches 3. Quartal".

Die Umsätze für 2014 insgesamt würden zwar innerhalb der erwarteten Spanne liegen; jedoch könne „mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein positives Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) nicht mehr erzielt werden. Bereits Anfang August hatte Petrotec in einer Ad-hoc-Mitteilung eine Gewinnwarnung veröffentlicht.

Das Unternehmen stellt Biodiesel an den Standorten Südlohn-Oeding und Emden her. Die Jahreskapazität der beiden Werke beträgt etwa 185.000 t. (Sz)
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