Zunehmend finden sich Fertiggerichte mit nicht deklarierten Anteilen an Pferdefleisch. Lebensmittelkontrolleure fordern mehr Personal.

Der Vorsitzende des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure, Martin Müller fordert im Zuge des Pferdefleischskandals mehr Kontrolleure. "Wenn Sie überlegen, dass Pferdefleisch bis zu 80 Prozent billiger ist als das Rindfleisch, dann kann man sich natürlich vorstellen, welche Gier hier dahintersteckt“, sagte er gegenüber dem Hessischen Rundfunk. Es habe viele Verdachtsansätze gegeben, denen man früher hätte nachgehen müssen.

Einer davon wäre auch die Statistik der britischen Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI) gewesen. Bereits im Oktober 2012 hatte diese die Handelsströme für Pferdefleisch in verschiedenen EU-Ländern untersucht. Danach war das Angebot deutlich größer als nach offiziellen Statistiken in den Ländern verzehrt wurde. Die Tierschützer äußerten bereits damals den Verdacht, dass Pferdefleisch  in billigen Fertiggerichten mit anderem Fleisch verarbeitet werde. Briefe mit entsprechenden Befürchtungen an verschiedene Ämter seien ignoriert worden. (hed)
stats