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Die deutschen Landwirte bringen Pflanzenschutzmittel im notwendigen Maß aus und führen keine unnötigen Anwendungen durch. Der Pflanzenschutzmitteleinsatz richtet sich vor allem nach dem regionalen Auftreten von Schaderregern. Zu diesem Ergebnis kommt das Julius-Kühn-Institut (JKI), Berlin, nach der Auswertung der Daten des Vergleichsbetriebsnetzes Pflanzenschutz. 114 Betriebe mit verschiedenen Ausrichtungen haben ihre Anwendungsdaten 2007 zur Verfügung gestellt. Danach lag der Anteil der Pflanzenschutzmaßnahmen, der laut den Experten dem notwendigen Maß entsprach, im Ackerbau bei 91 Prozent, im Feldgemüseanbau bei 86 Prozent, im Obstbau bei 94 Prozent und im Weinbau bei 99,5 Prozent. Im Ackerbau werden Herbizide, Fungizide und Wachstumsregler meist mit reduzierten Aufwandmengen eingesetzt. Die zugelassenen Aufwandmengen wurden im Winterweizen laut JKI bei Herbiziden zu 63 Prozent, bei Fungiziden zu 57 Prozent und bei Wachstumsreglern zu 46 Prozent ausgeschöpft.

Das Netz von Vergleichsbetrieben ist ein gemeinsames Projekt des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV), der Landeseinrichtungen des Pflanzenschutzes und des (JKI). Es ist Bestandteil des nationalen Aktionsplanes zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, der im April 2008 beschlossen wurde und die Weiterentwicklung des Reduktionsprogramms chemischer Pflanzenschutz aus dem Jahr 2004 darstellt. (AW)

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