Pflanzenschutz im Herbst gewinnt an Bedeutung

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Pflanzenschutzmaßnahmen im Herbst gewinnen zunehmend an Bedeutung bei den Landwirten. Deshalb dürfte der Absatz an Getreideherbiziden in diesem Herbst wachsen. "Die Landwirte haben im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht", erklärt ein Marktbeobachter gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Hinzu kommt, dass der Trend zu Frühsaaten ungebrochen ist, insbesondere im Norden und tendenziell auch im Osten Deutschlands. Viele haben Winterweizen früh gesät; vor allem auf Flächen, wo Weizen nach Raps folgt, dürften 90 Prozent Frühsaat sein. "Zum Teil wurde Winterweizen sogar noch vor der Wintergerste gesät." So sind derzeit schon die frühen Pflanzenschutzmittel auf Basis des Wirkstoffs Flufenacet von den Landwirten nachgefragt. Die Mittelpalette hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Handel ist eingedeckt und erwartet das Hauptgeschäft in den kommenden Wochen. Isoproturon(IPU)-haltige Mittel, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Marktanteil verloren haben, spielen trotz strenger Auflagen noch eine Rolle. IPU solo ist vor allem als Zumischpartner nachgefragt. Gestiegen ist die Nachfrage an IPU-freien Produkten, zumal inzwischen viele Mittel zur Auswahl stehen. (AW)
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