In den vergangenen fünf Jahren ist im gesamten Bundesgebiet die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln konstant geblieben.

Das Julius Kühn-Instituts hat in Zusammenarbeit mit allen Bundesländern fünf Jahre lang die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der deutschen Landwirtschaft untersucht. Diese Studie ist eine Komponente des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP).

Erfasst wurden Kulturen von Winterweizen, Wintergerste, Winterraps, Kohl, Möhren, Zwiebeln und Spargel sowie Apfel, Wein und Hopfen. Im Erhebungszeitraum konnte keine Zunahme der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln festgestellt werden. Die Werte schwankten von Jahr zu Jahr, allerdings nur moderat beispielsweise wegen unterschiedlicher Witterungsbedingungen.

„Die Maßnahmen erfolgen überwiegend gezielt und maßvoll“, so das Urteil der Wissenschaftler. Meist werde auf regionale Besonderheiten beim Auftreten von Pilzkrankheiten oder Insekten reagiert.

„Die Betriebe führen bis auf wenige Ausnahmen die Behandlungen mit Augenmaß durch und versuchen sogar Mittel einzusparen“, sagt Prof. Dr. Bernd Freier vom Julius Kühn-Institut. „Einsparpotenziale zeigten sich bei Insektizidanwendungen in den drei Ackerkulturen Winterweizen, Wintergerste und Winterraps“, interpretiert Freier die Ergebnisse weiter. (hed)
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