Deutschland verliert als Forschungsstandort seit Jahren an Attraktivität. Dies sehen die deutschen Pflanzenzüchter nun belegt mit der Entscheidung der BASF, ihre Forschung an gentechnisch veränderten Sorten zu verlegen.  Der Entschluss der BASF Plant Science, die Unternehmenszentrale ihres Agrarforschungszentrums in die USA zu verlagern, ist die ernüchternde Konsequenz des unangemessenen Umgangs mit neuen Technologien in Deutschland und Europa, so wertet der  Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP).  

Als deutliches Zeichen für die sinkende Attraktivität des Forschungsstandortes Deutschland nennt der BDP den dramatischen Rückgang der Freisetzungsversuche, deren Anzahl sich in den letzten vier Jahren um mehr als 70 Prozent von 80 auf 15 reduziert hat. Dabei komme der Anpassung von Saatgut an sich ändernde Umweltbedingungen angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Ernährungssicherung eine  besondere Bedeutung zu erinnert BDP-Geschäftsführer Dr. Carl-Stephan Schäfer. (az)
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