In den ersten vier Monaten dieses Jahres gingen Waren im Wert von 1,26 Mrd. € aus den Niederlanden nach Russland. Vor dem Beginn der Streitigkeiten waren es in den ersten Monaten des Jahres 2014 noch 2,07 Mrd. €, hat die niederländische Statistikbehörde ermittelt. Demnach war der Export von Maschinen und Transportmitteln besonders stark betroffen und ging von 890 Mio. € zurück auf 473 Mio. €. Neben der Lieferung von Traktoren stockte auch der Export von Computern.

Allerdings verweist die Behörde auch darauf, dass Russland im vorigen Jahr lediglich 1,43 Prozent zum Export beitrug und in diesem Jahr 0,89 Prozent. Zudem habe es sich bei den geringeren Exporten teils auch um Re-Exporte gehandelt.

Eine starke Wirkung des geringeren Exportvolumens sei dennoch spürbar. Dies gelte für Käse, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen. Die Lieferungen in der Kategorie Natur- und Nahrungsprodukte ging zurück von 497 auf 313 Mio. €. Gerade wieder trägt Russland Beschwerden vor, dass in Zierpflanzen aus den Niederlanden schädliche Insekten gekrochen seien.

Die Pflanzkartoffellieferungen allerdings sind von dem aktuellen Handelsstreit weniger betroffen. Denn bereits in den Jahren zuvor liefen die Exporte gedämpft. Phytosanitäre Hürden hatten die Exporte von Pflanzgut erschwert. Aber aus der Ernte 2014 konnten niederländische Anbieter mit 17.074 t wieder mehr Pflanzgut nach Russland liefern als in den Jahren zuvor. Aus der Ernte 2013 waren nur 10.167 t nach Russland gegangen, aus der Ernte 2012 waren es 14.928 t gewesen. (brs)
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