Vereinbarte Lieferungen von Pflanzkartoffeln aus den Niederlanden erhitzen derzeit die Gemüter in Kenia. Gegner der Lieferung führen phytosanitäre Gründe an. Die kenianische Dachorganisation der Kartoffelbranche wehrt sich derzeit gegen die Lieferung von Pflanzkartoffeln aus den Niederlanden, die vor allem für die Verarbeitungssorten umfasst. Die Lieferung war im vergangenen September vom niederländischen Landwirtschaftlichen Staatssekretär, Henk Bleker, mit der dortigen Agrarministerin Dr. Sally Kosgei getroffen worden. Nach Ansicht der Kartoffelbranche verstoßen die Lieferungen gegen die phytosanitären Vorschriften des afrikanischen Landes. Zudem schwächten sie den Aufbau einer eigenen kenianischen Pflanzkartoffelproduktion, die in diesem Jahr auf 165 ha geplant ist. In den vergangenen Jahren habe das Land zudem umfangreich in Kühllagerkapazitäten investiert, berichtet die kenianische Zeitung Daily Nation. (az)
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