Die Pilotphase des weltweit ersten Projekts der Bioraffinerie zur Holzverwertung ist in Berlin gestartet. In der Anlage können erstmals alle Hauptkomponenten von Holz chemisch verwertet werden. Dazu gehören Cellulose, Hemicellulose und Lignin, die sich nun mit einem speziellen Verfahren voneinander trennen lassen. Im laufenden Pilotprojekt sollen Cellulose und Hemicellulose zu fermentierbaren Zuckern verarbeitet werden und stehen im Anschluss für biotechnologische Zwecke zur Verfügung. Lignin lässt sich für Biowerkstoffe oder Klebstoffe nutzen. Bis 2012 soll die Bioraffinerie am Chemiestandort Leuna gebaut werden. Bayer, Evonik und die Fraunhofer-Gesellschaft beteiligen sich an dem Projekt, das über das  Programm "Nachwachsende Rohstoffe" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit fast 8,5 Mio. € gefördert wird.  (az) 
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