Pioneer investiert in Österreich

Die Saatmaisvermehrer von Pioneer Hi-Bred in Europa haben für den Bezug der Elternlinien eine weitere Quelle. In Österreich ist eine neue Saatgutanlage fertig gestellt worden. Sie befindet sich in Parndorf etwa 40 km südöstlich von Wien. Die neue Mais-Elternsaatgutanlage ist Anfang August eingeweiht worden und soll künftig den Saatgutbedarf der Vermehrer vornehmlich in Europa decken. Pioneer betreibt außerdem eine solche Anlage in der Nähe von Toulouse. In Frankreich seien jedoch die Kapazitätsgrenzen erreicht, erklärt Rudolf Kleiner, Produktionsmanager der Pioneer-Station in Parndorf. Deswegen mussten die Vermehrer bisher auch umfangreich Elternsaatgut aus Übersee beziehen. Der neue zweite europäische Standort habe den Vorteil, dass insbesondere in Österreich die Gefahr einer Verunreinigung mit gentechnisch veränderten Organismen gering sei. Außerdem weist Kleiner auf die niedrigeren Transportkosten innerhalb Europas hin.

Das Züchtungsunternehmen Pioneer Hi-Bred gehört zum US-Mischkonzern DuPont de Nemours, der 2010 mit Saatgut, Pflanzenschutz, Ernährung und Tiergesundheit rund 9,1 Mrd. US-$ umgesetzt hat. Auf die Saatguttochter Pioneer Hi-Bred sind davon nach Unternehmensangaben 59 Prozent oder rund 5,4 Mrd. US-$ entfallen. (db)
stats