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Die Zukunft ländlicher Räume liege in der langfristigen Werteverschiebung und Preiswende auf dem Agrarmarkt, im etappenweisen Subventionsabbau, um die Landwirtschaft wirtschaftlich eigenständiger zu machen, sowie in der Regionalvermarktung von Agrarprodukten. Dieses Fazit der Diskussionen während einer Regionalkonferenz in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) über das Thema "Die Zukunft ländlicher Räume" zog der Mitorganisator Lothar Brandt, Geschäftsführer der SPD Greifswald. Konferenzteilnehmer waren auch der alternative Nobelpreisträger Professor Michael Succow und der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus. Im Zusammenhang mit dem Ankurbeln des sanften Tourismus im Land kritisierte Backhaus die mangelnde Teilnahme von Gemeinden des Kreises am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Im Kreis Demmin leben 78 Einwohner/qkm (Berlin: 891). Die Urlauber suchten hier Ruhe und dafür müsse man auch etwas tun. Mecklenburg-Vorpommern werde den Öko-Landbau weiter fördern, zitiert der Nordkurier den Minister. Backhaus könne sich sogar vorstellen, dass sich ein ganzer Kreis auf Bioproduktion umstelle. (Bm)
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