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Polen konnte seine Lebensmittelausfuhren im ersten Halbjahr 2004 deutlich ausbauen. Dies ist vor allem auf den regen Absatz polnischer Produkte in den EU-15-Ländern zurückzuführen, berichtete die Warschauer Zeitung "Rzeczpospolita" unter Berufung auf amtliche Angaben. Im Berichtszeitraum wurden polnische Agrar- und Ernährungsgüter in einem Gesamtwert von rund 2,2 Mrd. EUR an ausländischen Märkten abgesetzt, das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu dem befürchteten massiven Anstieg der Importe von Agrarprodukten kam es dagegen nicht. Die Einfuhren sind nicht so stark angewachsen wie die Exporte. Sie nahmen nur um 19 Prozent auf 2 Mrd. EUR zu.

Die Ausweitung der Exporte haben die Polen vor allem dem EU-Beitritt zu verdanken. So hatte der Fall von Handelskontingenten unter anderem zur Folge, dass im Mai und Juni auf die EU-15 gut 60 Prozent aller polnischen Geflügelausfuhren entfielen. Zugleich stiegen auch die Exportpreise dieses Produktes. Eine ähnliche Entwicklung war bei weiteren Agrar- und Ernährungsgütern zu verzeichnen, beispielsweise bei Butter. Auch Äpfel aus Polen genossen das Interesse seitens der Importeure in der EU-15. Zu den bedeutendsten polnischen Exportartikeln in dieser Warengruppe gehörten im ersten Halbjahr 2004 vor allem Obstsäfte und insbesondere Apfelsaft. Weitere Exportschlager stellten gefrorenes Obst und Gemüse sowie Gebäck und Schokolade, aber auch Milch einschließlich Trockenmilch dar. (AIZ)

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