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In Polen setzt sich der Rückgang von Schweinebeständen fort. Wie aus einem jetzt vom Statistischen Amt in Warschau veröffentlichten Bericht hervorgeht, lagen diese zum Ende des 1. Quartals 2004 bei insgesamt knapp 17,2 Mio. Stück und damit um 7,6 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Zugleich ging die Zahl von Sauen sogar um 10,8 Prozent auf 1,66 Mio. Stück zurück. Der Abbau von Tierbeständen wurde laut der Behörde durch die im Laufe des gesamten vergangenen Jahres zu verzeichnenden ungünstigen ökonomischen Bedingungen für die Schweinehaltung bedingt. Letztere sind einerseits auf ein aus der Ankurbelung der Erzeugung in den Jahren 2001 und 2002 resultierendes Überangebot am heimischen Schweinemarkt zurückzuführen. Andererseits machten den Produzenten hohe Futterpreise zu schaffen.

So beliefen sich 2003 die Ankäufe von Schweinefleisch im Lande auf insgesamt 2,0 Mio. t Lebendgewicht, was im Jahresvergleich einen Anstieg um 17,6 Prozent bedeutete. Dabei fiel der durchschnittliche Erzeugerpreis mit umgerechnet 0,67 EUR/kg um 11,1 Prozent niedriger aus als 2002. Im ersten Quartal 2004 übertrafen die Ankäufe mit 329.900 t immer noch um 13,1 Prozent den im gleichen Zeitraum des Vorjahres registrierten Umfang. Zwar lag der durchschnittliche Ankaufpreis im März bereits bei 0,80 EUR/kg und damit um 25,5 Prozent höher als im gleichen Monat 2003. Angesichts eines starken Anstiegs der Marktpreise für Futtermittel hatte dies jedoch keine Verbesserung der Rentabilität der Schweineerzeugung zur Folge. Getreide ohne Körnermais wurde nämlich am polnischen Markt im März zu durchschnittlich 115,02 EUR/t gehandelt; gemessen am gleichen Monat im Vorjahr verteuerte sich dieses damit um 28,7 Prozent. Aber auch Kartoffeln stiegen im Preis um 5,8 Prozent auf 83,05 EUR/t. (pom)

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