Futterproduktion

Polen bei Geflügel spitze

Um 0,4 Prozent übertrifft die im vergangenen Jahr produzierte Menge an industriell hergestellten Futtermitteln die Menge des Vorjahres, berichtet der Verband der europäischen Mischfutterhersteller, Fefac. Bei der insgesamt stabilen Zahl gab es jedoch zum Teil deutliche Abweichungen sowohl in den jeweiligen Sorten als auch in verschiedenen Ländern.

Die polnische Michfutterindustrie profitiert vom Wachstum in der Geflügelmast.
-- , Foto: Steffen Bach
Die polnische Michfutterindustrie profitiert vom Wachstum in der Geflügelmast.
Extreme Kontraste ergäben sich bei Futtermitteln für Rinder. Während die produzierte Menge in den Niederlanden und Polen um mehr als acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist, wiesen die Zahlen besonders in Frankreich in dieser Größenordnung in die andere Richtung.

Für Schweinefutter wird nach zwei Jahren moderaten Wachstums für 2016 ein leichter Rückgang um ein Prozent ausgewiesen. Gründe dafür sieht der Verband in niedrigen Preisen für Schweinefleisch im ersten Halbjahr 2016 sowie dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in den Ländern des östlichen Europa.

Trotz des verbreiteten Auftretens der Vogelgrippe in verschiedenen Regionen Europas habe sich die Geflügelfutterproduktion weiterhin stabil entwickelt und übertreffe in der Gesamtmenge sogar die Zahlen für Schweinefuttermittel. Zum drittenmal in Folge habe sich Polen als Land mit der stärksten Entwicklung gezeigt, heißt es in dem Bericht. Um insgesamt 4,7 Prozent sei die Produktion gestiegen, am stärksten in den Bereichen Rinder mit plus acht sowie Geflügel mit plus sechs Prozent. Damit sei Polen im Sektor Geflügelfutter mittlerweile das bedeutendste Land in Europa.

Zuwächse in der Futterherstellung in einer Größenordnung von gut ein Prozent habe es gegeben in Italien, den Niederlanden sowie Spanien. Für Deutschland wird eine konstante Entwicklung verzeichnet. In Frankreich als Land mit der drittgrößtem Futterproduktion in Europa habe sich die gesamte Produktionsmenge um drei bis vier Prozent verringert. (jst)
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