Polen braucht Schweinefleischimporte

Die polnische Erzeugung von Schweinefleisch bleibt bis zum Jahr 2012 niedrig. Damit wächst der Importbedarf. Der Schweinebestand ist in Polen so niedrig, dass die Erzeugung den Verbrauch im Land nicht deckt. Das agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau rechnet für 2011 mit polnischen Nettoimporten von rund 170.000 t. Das wären etwa 30.000 t mehr als vor einem Jahr. Etwas hinderlich ist allerdings die Schwäche des Zloty, die Importe verteuert. Die polnische Währung hat gegenüber dem Euro im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent abgewertet.

Grund für den hohen Zufuhrbedarf ist der ausgeprägte Schweinezyklus, der gerade das Tal erreicht hat. Die Statistikbehörde in Warschau hat im Juli 2011 rund 13,5 Millionen Schweine ermittelt. Die Zahl war 9 Prozent kleiner als im Vorjahr und nur etwas höher als das historische Tief, das im März 2011 mit 13,1 Millionen markiert worden war. Dagegen standen zu Boomzeiten im Sommer 2006 fast 19 Millionen Schweine in den polnischen Ställen. (db)
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