Die Getreidevorräte werden in Polen zum Ende der Saison 2009/10 die höchsten der vergangenen zehn Jahre sein. Umfangreiche Gerstenandienungen an die Intervention sind zu erwarten. Polen hat 2009 eine Rekordgetreideernte von knapp 29,6 Mio. t eingefahren. Nach den Zahlen des agrarökonomischen Instituts IERiGZ in Warschau ist sie noch etwas höher als im Jahr 2004. Da das Wirtschaftsjahr 2009/10 schon mit großen Getreidevorräten von etwa 3,1 Mio. t angefangen hat, ist das Angebot mehr als ausreichend, um den polnischen Inlandsbedarf von etwa 26,7 Mio. t Getreide zu decken.

Ein Teil des Überschusses wird nach Einschätzung des IERiGZ über Nettoexporte abfließen. Da die Möglichkeiten jedoch wegen der guten Getreideversorgung in anderen EU-Ländern und der schwachen Drittlandsnachfrage begrenzt sind, erwartet das Institut, dass die Endbestände 2009/10 auf 5,1 Mio. t Getreide anwachsen werden. Ein Teil davon wird in der Intervention landen, vor allem Gerste. Hier sind nach Beobachtung des IERiGZ zurzeit die Marktpreise unter Interventionsniveau. Bis Mitte November sind in Polen nach den Statistiken der EU-Kommission rund 65.000 t Gerste zur Intervention angeboten worden. (db)
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