Polen hilft bei Frostschäden

Das Agrarministerium in Warschau bietet Landwirten mit erheblichen Auswinterungen Unterstützung. Die Schäden sind umfangreich. Polnische Landwirte, die umbrechen und neu einsäen müssen, können einen Zuschuss beantragen. Vorgesehen sind Hilfen für die Wiedereinsaat von 100 Zloty/ha (umgerechnet 24 €/ha) für alle Getreidearten und Raps. Außerdem können Landwirte Beiträge zu staatlichen Versicherungen oder Pachtzahlungen für staatliches Land stunden lassen. Für geförderte Kredite sind Zinssenkungen möglich. Für alle Hilfsleistungen gilt die „de minimis"-Regel. Sie erlaubt im EU-Recht, pro Betrieb innerhalb von drei Jahren Beträge bis maximal 7.500 € ohne Genehmigung aus Brüssel zu gewähren.

Zum Umfang der Herbstbestellung liegen in Polen noch keine statistischen Zahlen vor. Die Größenordnung sind etwa 4,7 Mio. ha Wintergetreide und 800.000 ha Winterraps. Nach Angaben des Agrarministeriums weisen in diesem Frühjahr etwa 1,4 Mio. ha Wintersaaten Schäden auf. Wie viel davon umgebrochen werden muss, ist allerdings zurzeit nicht einschätzbar. (db)
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