Polen importiert mehr Schweinefleisch


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Die Nettoimporte von Schweinefleisch werden sich 2009 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Grund ist die schrumpfende Erzeugung im Land. Auf 230.000 t schätzt das Agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau die Nettoimporte 2009. Im Vorjahr waren es rund 100.000 t gewesen. Der Zufuhrbedarf würde noch höher ausfallen, wenn die polnische Bevölkerung nicht den Verzehr einschränken würde. Das IERiGZ rechnet für 2009 mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von nur noch 38 kg. Gegenüber dem Niveau von vor zwei Jahren beträgt der Rückgang etwa 13 Prozent. Grund sind die hohen Fleischpreise, weil die Erzeugung im Land seit Jahren schrumpft.

Bei der jüngsten Viehzählung sind weniger als 13,3 Millionen Schweine ermittelt worden. Im Jahr 2006 standen noch 18,8 Millionen Tiere in den Ställen. Damals war Polen bedeutendes Nettoexportland. Das IERiGZ erwartet, dass bis Juli 2009 die Zahl der Zuchtsauen erstmals seit Jahren wieder deutlich wachsen wird. Es wird aber noch ein paar Monate dauern, bis es zu einem nachhaltigen Aufbau der Mastbestände kommt. (db)
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