Bilanz

Polen profitiert von EU-Mitgliedschaft

Der EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder jährt sich am morgigen 1. Mai zum fünften Mal. Eine positive Bilanz für die Landwirtschaft zieht Polen.

Für die Landwirte und die Lebensmittelwirtschaft in Polen hat die EU-Mitgliedschaft große Vorteile gebracht, lautet das Fazit. Solche Anerkennung kommt von Jan Krzysztof Ardanowski, der Agrarberater des eher EU-skeptischen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski ist. Doch ein Vergleich des Agrarsektors vor dem Beitritt 2004 und heute macht die Vorteile so augenscheinlich, dass kritische Stimmen fast verstummt sind.

Mit umfangreichen Finanzmitteln aus dem EU-Haushalt haben Landwirte Traktoren gekauft und Kuhställe modernisiert. Schlachtunternehmen und Molkereien verarbeiten nach EU-Standards. Der Wegfall der Grenzen hat Absatzmärkte eröffnet. Polen hat sich zu einem bedeutenden Nettoexportland für Agrar- und Ernährungsprodukte entwickelt. Die Einkommen der polnischen Landwirte sind gestiegen. Und schließlich profitieren die Verbraucher von einem hohen Qualitätsstandard polnischer Lebensmittel.

Großer Kritikpunkt bleibt lediglich das unterschiedliche Niveau der EU-Direktzahlungen, die in den mittel- und osteuropäischen Ländern erst im Jahr 2013 das Westniveau erreichen werden. (db)

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