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Der Streit um polnische Fleisch- und Agrarexporte nach Russland hält an. Heute haben beide Seiten in Berlin auf der Grünen Woche ihre Standpunkte verteidigt. Möglicherweise wird morgen eine Lösung bekannt gegeben, hieß es heute in Pressekonferenzen. Der russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew bedauerte, dass der Konflikt um das russische Einfuhrverbot für polnisches Fleisch "politisch so stark aufgeladen" werde. Das Problem mit den polnischen Fleischexporten sei, dass über Polen auch minderwertige Ware aus Bulgarien und Rumänien nach Russland gelange.

Polens Landwirtschaftsminister Andrzej Lepper betonte dagegen die aus seiner Sicht europäische Dimension des Konfliktes. EU-Verbraucherkommissar Markos Kyprianou habe ihm bestätigt, dass Polen hinsichtlich der von Russland beanstandeten Mängel alle Verpflichtungen erfüllt habe. "Wir werden nicht zulassen, dass diese Frage auf eine bilaterale Angelegenheit zwischen Russland und Polen heruntergestuft wird", sagte Lepper in Berlin. (gk)

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