Polens Brotkörbe leeren sich


Die polnische Bevölkerung isst immer weniger Brot. Der Trend ist konträr zur Entwicklung in Deutschland.

Gar eine „Brotkrise" beschreibt die Warschauer Tageszeitung Rzeczpospolita. Denn der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Brot und Brötchen wird 2012 in Polen voraussichtlich mit 52 bis 52,5 kg im Vergleich zum Vorjahr mindestens 1 kg niedriger ausfallen.

Langfristige Erhebungen des polnischen Brotinstituts IPP weisen aus, dass vor 20 Jahren die Bevölkerung im Durchschnitt jährlich mehr als 90 kg Brot verspeist hat. Das IPP befürchtet sogar, dass der polnische Pro-Kopf-Verbrauch 2013 unter die Marke von 50 kg rutschen könnte.

In Deutschland sind mehr Brot und Brötchen im Speiseplan enthalten. Die Statistik des Verbandes Deutscher Mühlen (VDM) weist hier einen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 68 kg Backwaren aus. Er ist in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. (db)
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