Polens Getreidewirtschaft wartet auf Intervention

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Die polnische Agrarmarktagentur ARR ist auf den Interventionsbeginn in einer Woche vorbereitet. In Polen könnten wie im Vorjahr rund 1 Mio. t an die staatliche Lagerhaltung verkauft werden, sagte ARR-Vizepräsident Stanislaw Stanko gestern gegenüber der polnischen Presseagentur PAP. Er gab allerdings zu bedenken, dass in diesem Jahr die Qualitäten entscheiden werden, ob Getreide für die Intervention akzeptiert wird. Da in Polen viel Weizen geerntet worden ist, der nicht den Interventionskriterien entspricht, wird der Umfang der Weizenandienungen vermutlich geringer ausfallen. Dafür könnte der Anteil von Mais in der Intervention anwachsen, lautete die Meinung von Marktbeobachtern in der vergangenen Woche beim ZMP-Osteuropaforum in Berlin. Grundsätzlich ist für die Intervention der Kurs der polnischen Währung ungünstig. Bei dem aktuellen Niveau von 3,90 Zloty/Euro liegt der Interventionspreis in Polen nur bei etwa 395 Zloty/Tonne. Vor einem Jahr lag der Kurs zu Interventionsbeginn noch bei 4,35 Zloty/Tonne und damit der Interventionspreis in nationaler Währung fast 12 Prozent höher als heute. (db)
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