Investoren gesucht

Polens Mühlenbranche in Unruhe


Zbigniew Komorwoski steht im Interesse der polnischen Wirtschaftsmedien. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte kürzlich gemeldet, dass Komorowski sich von seinen Agraraktivitäten trennen will. Dazu gehört unter anderem die größte polnische Mühlengruppe Polskie Mlyny S.A. sowie eine Biodieselherstellung mit Rapssaatverarbeitung.

Der Unternehmer dementiert jedoch in einem Interview, das in der Wochenendausgabe der polnischen Wirtschaftszeitung Puls Bisnezu erschienen ist, solche Verkaufsabsichten. Vielmehr suche er nach Partnerschaften, um seine Firmen auf eine breitere Kapitalbasis zu stellen. Eine neue Kapitalspritze will Komorowski auch nutzen, um die Rindfleischerzeugung in Polen aufzubauen.

Mühlen im ganzen Land

Zur Mühlengruppe von Komorowski gehören drei große Standorte. Eine Mühle befindet sich nahe Warschau, eine weitere zwischen Posen und Danzig sowie eine dritte in Schlesien. Nach eigenen Angaben halten die Polskie Mlyny rund 20 Prozent des polnischen Mehlmarktes. Zum Firmenimperium von Komorowski gehören außerdem die Ölmühle mit Biodieselherstellung Komagra im schlesischen Tychy.

Schließlich besitzt der Unternehmer eines der größten polnischen Milchverarbeitungsunternehmen mit der der national bedeutenden Joghurtmarke Bakoma. Hier will Komorowski die Lieferbeziehungen zu den Milcherzeugern nutzen, um künftig die Rindermast zu stärken.

Auf der Liste der Reichen

Zbigniew Komorowski interessiert auch die Boulevard-Presse. Das polnische Bildzeitungs-Pendant Fakt listet seinen Namen auf Platz 19 der 100 reichsten Bürger Polens. (db)
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