Polens Schweinefleisch bleibt im Land

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Der Außenhandel mit polnischem Schweinefleisch ruht. Exporte sind mangels Masse kaum möglich, Importe sind zu teuer. Eigentlich sollte die schwache polnische Währung Fleischexporte in den Euroraum befördern. Doch die Schweinebestände sind in Polen auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gesunken. Das frühere Exportland ist froh, wenn der Inlandsbedarf mit Schweinefleisch 2009 aus eigener Erzeugung gedeckt werden kann. Die Importe sind ebenfalls gebremst. Lieferungen aus dem Euroraum sind wegen der schwachen polnischen Währung teuer. Und in anderen osteuropäischen Ländern wie etwa Tschechien oder Ungarn stehen ebenfalls viele Schweineställe leer.

Polnische Schweinefleischexporte gehen zurzeit noch in die Ukraine, mittlerweile jedoch gebremst wegen der Finanzkrise. Es gibt kaum noch Exportversicherungen, die für das Ausfallrisiko einspringen, berichtet die Agrarredaktion des polnischen Fernsehsenders TVP. (db)

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