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Vertreter der chemischen Industrie und der Landwirtschaft forderten Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast am Mittwoch in Potsdam auf, die Entwicklung "Weg vom fossilen Öl" mit realitätsorientierten Perspektiven und gesetzlichen Regelungen zu unterstützen, welche die internationale Wettbewerbssituation berücksichtigen. Auf der Eröffnung der Konferenz "International Symposium on Renewable Resources for the Chemical Industry" begrüßte Dr. Jürgen Hambrecht, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Frankfurt a. M., zwar das Engagement der Ministerin für die weitere verstärkte Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe (Nawaro). Ihre Visionen sollten jedoch in wettbewerbsorientierte Regelungen einfließen, um nicht zu Fiktionen zu werden. Insgesamt beziehe die Chemische Industrie bei stabiler Tendenz 2 Mio. t jährlich oder 10 Prozent ihrer Rohstoffbasis durch Nawaro - ohne dafür eine staatliche Förderung zu beanspruchen. Der Einsatz von Nawaro müsse sich an den Bedingungen des Marktes orientieren und "wirtschaftlich, technisch und ökologisch eine zumindest gleichwertige oder bessere Alternative zum Erdöl darstellen", erläuterte Hambrecht.(GH)
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