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Die von der Insolvenz der Campa Biodiesel AG, Ochsenfurt betroffenen Landwirte versuchen, Druck auf die Bayerische Staatsregierung auszuüben. Konrad Kreß, einer von über 2.000 Anteileigner von Campa, wird mit den Worten zitiert: "Wenn uns die Staatsregierung nicht hilft, bekommt sie am 28. September (Landtagswahl) die Quittung." Derzeit richtet sich das Augenmerk zur Rettung von Campa auf die LfA Förderbank Bayern. Sie könnte mit Bürgschaften "aushelfen", heißt es in bäuerlichen Kreisen. Allerdings müssten dann auch Gelder aus privater Hand fließen. Aus dem bayerischen Agrarhandel wird keine Unterstützung zu erwarten sein. Die Staatsregierung arbeite mit Hochdruck an einer Lösung und sei ständig in Kontakt mit den Beteiligten, versicherte Eberhard Sinner, Minister in der Bayerischen Staatskanzlei. "Unser Vorteil ist der Umstand, dass in diesem Jahr Landtagswahl in Bayern ist und die CSU um die absolute Merheit fürchtet, sagte ein betroffener Landwirt aus Unterfranken, auf Anfrage von ernaehrungsdienst.de. Deshalb, so meint er, "gibt sich die Politik mehr Mühe". Nach Auskunft des Insolvenzverwalters, Bruno Fraas, Würzburg, müsste ein Käufer mindestens 80 Millionen Euro für Campa aufbringen. Es gebe mehrere potenzielle Interessenten aus Deutschland, Europa und Übersee. (HH)
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