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Die diesjährigen politischen Beschlüsse werden die deutsche Landwirtschaft mit 150 bis 200 DM/ha belasten. Dies erklärte Hansjörg Oevermann, DG Bank, Niederlassung Berlin, auf dem Brandenburger Landwirtschaftlichen Unternehmertag 1999 Mitte dieser Woche in Potsdam. Dabei entfielen 80 bis 100 DM/ha auf die Agenda 2000 und nochmals 100 DM auf das Sparprogramm und die Ökosteuer der Bundesregierung. Nur durchschnittlich 20 DM/ha könnten die Unternehmen bei unveränderter Produktionsrichtung durch angemessene Reaktionen kompensieren. Daher seien Investitionen in die tierische Veredelung zu erwägen. Milchquotenkäufe für mehr als 0,70 DM/kg Lieferrecht seien aber zu teuer und betriebswirtschaftlich kritisch zu beurteilen. Dies werde bei der seit Anfang 1999 deutlich gestiegenen Mobilität der Quoten offensichtlich zu häufig übersehen. Die Schweineproduktion scheine momentan günstige Entwicklungs- und Einstiegschancen zu bieten. Bei vorhandener Liquidität sollte die kooperative Haltung der Brandenburger Genehmigungsbehörden genutzt werden. (GH)
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