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Keine Bedenken, dass die polnische Landwirtschaft den Weg in die Europäische Union schaffen werde, hat Michael Constien, Vizepräsident des Landesbauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer 20-köpfigen Delegation besuchte er kürzlich die Wojewodschaft Olsztyn im Nordosten Polens, um sich ein Bild davon zu machen, wie die polnischen Bauern den Schritt in die EU meistern und wie ihnen Mecklenburg-Vorpommern dabei helfen könne.
Bei einem Besuch von 3 Betrieben mit Flächen zwischen 450 ha und 1.500 ha habe Constien festgestellt, dass die polnischen Landwirte dort auf hohem Niveau arbeiten, berichtet die Schweriner Volkszeitung. Den 20 Prozent geringeren Ertrag führte Constien auf die nicht voll genutzten Möglichkeiten der Düngung und des Pflanzenschutzes zurück. Technisch wären die Betriebe schon relativ gut ausgerüstet. Der hohe Arbeitskräftebesatz werde aber Entlassungen unumgänglich machen. Vorruhestandsregelungen und andere Maßnahmen, wie zum Beispiel ABM, gebe es in Polen nicht, sagte Constien. Bei der Bewältigung dieses Problems wollen die Mecklenburger ihre polnischen Kollegen unterstützen. So werde es ein Treffen des Arbeitsamtes Güstrow mit dem Arbeitsamt Olsztyn geben. Lernen könne man von den polnischen Bauern, wie sie ihre Höfe touristisch vermarkten.(Bm)
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