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Der bevorstehende EU-Beitritt hat innerhalb Polens die Nachfrage nach Agrarland dramatisch ansteigen lassen. Viele polnische Bauern vergrößern ihre Betriebe, um höhere EU-Subventionen zu kassieren. Offizielle Zahlen liegen bisher noch nicht vor, aber die Büros der staatlichen Agentur für Agrarflächen melden aus allen Landesteilen einen regelrechten Ansturm auf staatliche Grundstücke. Wie der Direktor des Büros in Olsztyn (Allenstein), Zygmunt Komar, berichtet, wollen viele Bauern ihre Höfe um 20 bis 30 ha vergrößern. In der Region Stettin versteigerte die staatliche Agentur im März 550 ha und rechnet für Mai mit dem Verkauf einer doppelt so großen Fläche. Die Agentur geht davon aus, dass 2004 in ganz Polen 160.000 ha in privaten Besitz übergehen werden.

Die Preise für landwirtschaftlich nutzbare Grundstücke sind bereits deutlich in die Höhe geschnellt. Während etwa im Gebiet von Bydgoszcz Agrarland im vorigen Jahr noch umgerechnet 1.300 EUR/ha kostete, liegt der Preis jetzt schon doppelt so hoch. Im Osten Polens, der weitgehend landwirtschaftlich geprägt ist, stiegen die Preise sogar auf das Vierfache. (AIZ)

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