Polnische Landwirte beobachten Wechselkurse


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Völlig ungewiss bleibt in diesem Jahr für polnische Landwirte die Höhe der EU-Direktzahlungen. In Euro steht der Betrag fest: er wird von 106 EUR/ha im Jahr 2004 auf 121 EUR/ha aufgestockt. In Landeswährung wird bei den Bauern vermutlich dennoch weniger ankommen. Das liegt am Wechselkurs. Die Direktzahlungen sind 2004 noch mit einem Kurs von 4,73 Zl/EUR umgerechnet worden. In diesem Jahr liegt er deutlich niedriger. Zurzeit notiert die Währung bei etwa 4,14 Zl/EUR, nachdem der Kurs vor wenigen Wochen sogar unter 4,00 Zl/EUR gefallen war. Die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza" berichtete am Freitag von einer noch nicht offiziellen Entscheidung der EU-Kommission zur Umrechnung der Euro-Beträge für die Direktzahlungen in nationale Währungen in den Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören. Danach plant die Kommission, in den kommenden Jahren jeweils den Kurs vom letzten Werktag im September zu Grunde zu legen. In diesem Jahr wäre das der Kurs vom 30. September 2005. Die "Gazeta Wzborcza" zitiert Finanzanalysten, die im Herbst den Kurs bei etwa 4,00 Zl/EUR sehen. Das würde bedeuten, dass die polnischen Landwirte 2005 EU-Direktzahlungen von etwa 480 Zl/ha erhielten. Im Vorjahr waren es noch 503 Zl/ha gewesen. (db)
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