Polnische Landwirte erhalten verbilligte Kredite

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Landwirte in Polen, die wegen extremer Witterung Ernteausfälle oder andere Schäden haben, können zinsverbilligte Kredite für den Kauf von Betriebsmitteln oder für Investitionen beantragen. Wie die für die Anträge zuständige Warschauer Agentur ARiMR gestern mitteilte, liegen die jährlichen Zinsen für Betriebsmittelkredite bei 1,20 Prozent. Sie werden für 24 Monate gewährt. Unterstützt werden Käufe von Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln oder Futtermitteln. Bei den Investitionskrediten liegt der Zinssatz bei jährlich 1,20 bis 1,32 Prozent und die Laufzeit beträgt 8 Jahre. Gefördert werden hier Ersatzinvestitionen, wenn Anlagen zerstört oder beschädigt sind. Der Schaden muss von einer Kommission der Wojewodschaft festgestellt werden, und der Kredit darf die Schadenshöhe nicht überschreiten. Außerdem sind Höchstsätze pro Unternehmen vorgesehen.

Aus den Wojewodschaften wird berichtet, dass im bisherigen Jahresverlauf etwa 14.000 landwirtschaftliche Betriebe Schäden durch Auswinterung, Hagel oder Hochwasser hatten. Zurzeit werden die Schäden der Trockenheit abgeschätzt. Sie sind vermutlich am größten im Nordosten und in Teilen Zentralpolens. Von dort wird regional von Ernteausfällen bei Getreide in Höhe von 30 bis 50 Prozent berichtet. (db)

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