Polnische Landwirte säen Mais

In Polen säen Landwirte erste Maisflächen aus. Zu früh, warnen Agrarexperten, denn der Boden ist oft zu kalt für einen gelungenen Feldaufgang. Im Westen des Landes sind die Landwirte ungeduldig. Dort, wo es umfangreiche Auswinterungsschäden gegeben hat wie in der Region um Posen, hat die Maisaussaat begonnen. Auch in den an Brandenburg grenzenden Regionen von Niederschlesien und dem Lebuser Land sind erste Maisäcker bestellt. Allerdings erreichen die Böden oft nicht die empfohlene Mindesttemperatur von etwa 8 °C. Bis zum Wochenende soll es laut Wetterprognosen zwar tagsüber etwas frühlingshafter werden, die Nächte bleiben jedoch kalt.

Ein Grund für die zügige Aussaat könnte Panikstimmung sein. In Polen hat es umfangreiche Auswinterungen gegeben. Der konkrete Umfang ist allerdings noch längst nicht bekannt. Landwirte erhalten unter bestimmten Bedingungen für Nachsaaten Zuschüsse für Saatgut. Da Sommergetreidesaatgut früh ausverkauft war, fürchten sie jetzt Engpässe für Maissaatgut. Nach Einschätzung des polnischen Maisverbandes PZPK könnte die Anbaufläche auf deutlich mehr als 1 Mio. ha wachsen. Im Vorjahr sind 760.000 ha Mais angebaut worden. Der Verband rechnet jedoch nicht damit, dass Maissaatgut generell ausverkauft sein wird. Bevorzugte Sorten sind jedoch schon lange Mangelware. (db)
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