Polnische Landwirte säen weniger Raps

Der Rapsanbau könnte in Polen zur Ernte 2011 um bis zu 4 Prozent kleiner sein als vor einem Jahr. Bereits die Erntemenge 2010 reicht nicht für die Ölmühlenversorgung aus. Als Gründe für die kleinere Rapsfläche von voraussichtlich 740.000 ha zur Ernte 2011 nennt das agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau ungünstiges Aussaatwetter sowie die vergleichsweise attraktiven Weizenpreise, die einige Landwirte zu höherem Weizenanbau motiviert haben. Dennoch könnte die Ernte 2011 bei mittleren Erträgen das Niveau dieses Jahres erreichen. Denn die Ernte 2010 hat unterdurchschnittliche Erträge gebracht. Sie ist mit rund 2,1 Mio. t Raps etwa 16 Prozent kleiner als im Vorjahr.

Das IERiGZ rechnet damit, dass die polnischen Ölmühlen in dieser Saison wegen des kleineren Rapsangebotes aus heimischer Erzeugung die Verarbeitung um 9 Prozent auf weniger als 2,2 Mio. t einschränken. Den Nettoimportbedarf Polens schätzt das Institut 2010/11 auf etwa 90.000 t Raps. (db)
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