Bestandsabbau

Polnische Mäster rufen um Hilfe

Nur noch 10,9 Millionen Schweine hat die Statistikbehörde in Warschau zum Zähltermin Ende März 2013 ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt der Rückgang 5 Prozent. Hoffnungen, dass es bald einen Bestandsaufbau geben könnte, machen die aktuellen Zahlen nicht. Der Zuchtsauenstand umfasst jetzt nur etwa 1 Million Tiere und ist damit rund 10 Prozent kleiner als Ende März 2012.

Anhaltender Bestandsabbau

Wie klein die polnischen Schweinebestände sind, zeigt der mehrjährige Vergleich. Vor sechs Jahren standen nach den Erhebungen der Statistiker noch fast 18 Millionen Schweine in den Ställen, darunter rund 1,6 Millionen Zuchttiere.

Die polnische Schweinehaltung reicht längst nicht mehr aus, um den Inlandsbedarf zu decken. Zufuhrbedarf hat Polen sowohl für Ferkel als auch für Schweinefleisch. Hauptlieferländer sind Deutschland und Dänemark.

Förderung mit EU-Mitteln

Die polnischen Verbände der Schweinehalter und Fleischverarbeiter machen anhaltend Druck auf das Agrarministerium, in der Förderperiode 2014 bis 2020 einen finanziellen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Schweinehaltung zu legen. Polens Agrarminister Stanislaw Kalemba hat im April zugesagt, Vorschläge einer Expertengruppe zu prüfen. Entscheidend ist auch, wie künftig solche Programme der 2. Säule der EU-Agrarpolitik ausgestattet werden dürfen. (db)
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