Polnische Mäster unter Druck

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Die Schweinefleischerzeugung in Polen ist auf Talfahrt. Eine Erholung ist, wenn überhaupt, frühestens im 2. Halbjahr 2009 in Aussicht. Erzeugungszahlen zeigen in Polen zurzeit steil nach unten, weil die Schweinemäster immer weniger aufstallen. Zuletzt hat die Viehzählung Ende Juli ein Minus im Jahresvergleich von 15 Prozent gezeigt. Das agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau hat jetzt eine Prognose für die Schweinefleischerzeugung veröffentlicht. Die Ökonomen erwarten für das laufende Jahr 2008 einen Rückgang um 10 Prozent gegenüber 2007. Dieser Abwärtstrend wird sich nach IERGZ-Einschätzung auch im 1. Halbjahr 2009 fortsetzen. Eine Erholung sei frühestens ab Juli 2009 zu erwarten, wenn sich die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast bis dahin verbessert.

Polnische Mäster haben bis zum Spätsommer unter den gleichen Problemen wie ihre EU-Kollegen gelitten – exorbitant hohe Futtermittelpreise machten angesichts niedriger Fleischpreise die Mast zum Verlustgeschäft. In Polen kam erschwerend hinzu, dass die starke nationale Währung gegenüber dem Euro Importe begünstigt hat. So haben sich die polnischen Schweinefleischimporte im 1. Halbjahr 2008 mit 190.000 t gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach IERiGZ-Angaben fast verdoppelt. Hiervon haben besonders deutsche Exporteure profitiert. (db)
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