Polnische Rindermäster haben Chancen


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Polnische Landwirte sollten die Rindermast ausdehnen, weil sich gute Fleischqualitäten problemlos auf dem EU-Markt verkaufen ließen. Diese Empfehlung gab Dr. Tomasz Przysucha von der Warschauer Landwirtschaftsuniversität SGGW gestern bei einer Konferenz auf der Agrarmesse Polagra in Poznan (Posen). In Polen gebe es dagegen nur einen kleinen Markt für Qualitätsrindfleisch, zeigte die Analyse des Warschauer Wissenschaftlers. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt mit 5 kg Rindfleisch jährlich weit unter EU-Durchschnitt. Meist stamme das im Land verkaufte Rindfleisch von Milchkühen, weil männliche Kälber in großem Umfang exportiert würden, vor allem nach Italien. Przysucha betonte, dass in die EU zurzeit jährlich 100.000 t Rindfleisch importiert würden, darunter etwa drei Viertel aus Südamerika. (db)
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