Polnische Roggenpreise im Keller

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Polnische Landwirte erhalten in dieser Ernte deutlich geringere Erzeugerpreise als vor einem Jahr. Je nach Getreideart beträgt das Minus 27 bis 41 Prozent, hat das Statistische Amt GUS in Warschau ermittelt. Die Erzeugerpreise für Weizen lagen laut GUS im Juli 2005 bei durchschnittlich 375 Zloty/t. Das waren umgerechnet etwa 92,50 €/t. Gegenüber Juli 2004 lag das Minus in Landeswährung bei 39 Prozent. Im Keller waren nach den GUS-Erhebungen die Roggenpreise. Sie unterschritten mit durchschnittlich 253 Zloty/t im Juli 2005 das Niveau des Vorjahresmonats um 41 Prozent. Umgerechnet in Euro lag das Preisniveau im Juli 2005 bei 62,50 €/t. Etwas besser wird Gerste mit 339 Zloty/t bezahlt, das sind umgerechnet 83,50 €/t. Gegenüber Juli 2004 beträgt der Rückgang in Landeswährung 27 Prozent. Eine nachhaltige Verbesserung der Preise ist zurzeit kaum in Sicht. Nur bei Weizen registriert die GUS im Juli 2005 eine leichte Aufwärtsbewegung gegenüber dem Vormonat Juni 2005.

Der starke Rückgang der Getreidepreise ist in Polen nicht nur auf die Marktlage, sondern auch auf das Währungsverhältnis zurückzuführen.Vor einem Jahr lag der Kurs auf einem Niveau von 4,40 Zloty/€. Zurzeit bewegt er sich nur leicht über der Marke von 4,00 Zloty/€. Deswegen schauen die Landwirte auch heute schon mit Sorge auf die Kursentwicklung bis zum 30. September. Der an dem Tag geltende Kurs wird für die Berechnung der EU-Direktzahlungen zugrunde gelegt. Vor einem Jahr war mit einem Kurs von 4,73 Zloty/€ umgerechnet worden. (db)

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