Polnische Weizenprognose zeigt große Spanne


In Polen wird die Getreideernte (ohne Mais) voraussichtlich um 7 bis 10 Prozent unter dem Vorjahresergebnis ausfallen. Groß ist noch die Unsicherheit für die Weizen- und Roggenerträge. Das Statistikamt in Warschau hat in dieser Woche die erste umfangreiche Schätzung zur polnischen Ernte 2010 vorgelegt. Für die Getreideernte (ohne Mais) weist sie eine Spanne von 25,1 bis 26,1 Mio. t aus. Die Anbaufläche für alle Getreidearten ist etwa 1 Prozent kleiner als  zur Ernte 2009.

Eine große Unsicherheit besteht zur Höhe der Weizenernte 2010 mit einer Spanne von 9,1 bis 9,5 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr würde der Rückgang zwischen 6 und 10 Prozent liegen. Sicherer lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt die Gerste einschätzen. Das Statistikamt geht für 2010 von knapp 0,8 Mio. t Wintergerste und weniger als 2,8 Mio. t Sommergerste aus. Wintergerste ist ohne große Bedeutung in Polen und hat gegenüber dem Vorjahr noch verloren. Die Sommergerstenernte 2010 unterschreitet das Vorjahresergebnis um voraussichtlich 8 bis 9 Prozent.

Ebenfalls sehr unsicher ist die Prognose für Roggen. Die polnischen Agrarstatistiker rechnen 2010 mit einem Ernterückgang zum Vorjahr um 6 bis12 Prozent. Zwischen 3,3 und 3,5 Mio. t bewegt sich die Erwartung für Roggen. (db)
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