Getreideumschlag

Polnischer Exporthafen stockt auf


Über die Ostsee fließt das Getreide von Gdynia nach Nordafrika ab.
-- , Foto: Hafengesellschaft
Über die Ostsee fließt das Getreide von Gdynia nach Nordafrika ab.

Das Baltic Grain Terminal (BTZ) im polnischen Ostseehafen Gdynia stockt die Kapazitäten auf. Die Erweiterungsbauten sind Anfang Dezember eingeweiht worden. Wie das Informationsportal Trojmiasto.pl berichtet, soll dort künftig 60 Prozent mehr Menge als bisher gelagert werden können. Damit kann auch der Umschlag optimiert werden.

Das Terminal ist führend im polnischen Getreide- und Rapsexport sowie im Sojaimport. Nach Angaben der Hafengesellschaft sind in Gdynia in den ersten zehn Monaten 2014 rund 2,3 Mio. t Getreide, Raps und Futtermittelrohstoffe umgeschlagen worden - im Vergleich zu 2,2 Mio. t im gesamten Jahr 2013. Das polnische Getreide geht vor allem nach Marokko, Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten. Das importierte Sojaschrot stammt aus Argentinien, Brasilien und den USA.

Das Baltic Grain Terminal (BTZ) in Gdynia gehört seit 2005 jeweils zur Hälfte den beiden international tätigen Gruppen Archer Daniels Midland (ADM) und Cefetra. Cefetra wiederum ist 2012 von der Baywa AG übernommen worden. Neben Gdynia spielt der nahe gelegene Ostseehafen in Danzig für Agrarprodukte eine große Rolle. Auch dort gibt es Pläne zum Ausbau.

Polen entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Getreideexportland, das mit Weizen auf den gleichen Absatzmärkten in Nordafrika und im Nahen Osten antritt wie Deutschland. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 hat Polen etwa 4,0 Mio. t Getreide in andere EU-Länder und in Drittländer exportiert. Die Erwartungen in diesem Jahr sind noch höher, weil eine Rekordernte eingebracht worden ist. (db)
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