Polnischer Weizen kaum vorverkauft


In Polen bleiben die Getreidepreise zur neuen Ernte in der Schwebe. Zu ungewiss ist die Qualität nach den Wetterextremen dieses Jahres. Aktuell läuft noch etwas Handel mit Weizen der alten Ernte, weil Landwirte und Händler ihre Läger für die Aufnahme der bevorstehenden Ernte räumen. Die Nachfrage ist aber klein, berichtet die Agrarredaktion des polnischen Fernsehsenders TVP. Die Preise weisen eine große Spanne auf und sind nicht mehr repräsentativ.

Mit Spannung schauen alle Marktbeteiligten auf die neue Saison. Es zeichnet sich ab, dass die Getreideernte etwa 26 Mio. t erreichen könnte und damit deutlich kleiner ausfällt als im Vorjahr, das mit 29 Mio. t ein Rekordergebnis gebracht hatte. Viel mehr als die Menge beschäftigt die Marktteilnehmer jedoch die Qualität, insbesondere für Weizen. Es gibt praktisch keine Vorverkäufe, berichtet TVP. Niemand weiß, welche Auswirkungen die Wetterextreme 2010 haben. Viele Anbaugebiete in Polen waren nach dem langen und kalten Frühjahr von Starkregen bis hin zu Hochwasser betroffen. (db)
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