Portugal kritisiert EU-Prämiensystem

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Eine Abkopplung der Direktzahlungen von der Produktion fordert Portugal in einem kürzlich in Brüssel vorgelegten Arbeitspapier zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik. Wenn ein Landwirt anstelle des Getreides lieber Obst und Gemüse anbauen wolle, hindere ihn das nordlastige Prämiensystem der EU daran, kritisieren die Portugiesen. Deshalb seien die heutigen Prämien wettbwerbsfeindlich. Zudem behinderten die Tierprämien pro geschlachtetem Bullen eine weideorientierte Haltung. Die produktionsabhängigen Tierprämien, die intensive Produktionsweisen fördern, entsprächen nicht mehr den Vorstellungen der Gesellschaft von der Agrarpolitik. Nach einer Übergangsperiode von zehn Jahren, in der die landwirtschaftlichen Betriebe die gleiche Summe an Direktzahlungen wie heute erhalten sollen, sollen die Subventionen völlig neu ausgerichtet werden. Die Portugiesen stellen sich vor, die Subventionen von Umwelt-, Beschäftigungs- und Qualitätskriterien abhängig zu machen. (Mö)
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