1

Portugal sieht in der Schaffung von Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und der Erweiterung um 13 neue EU-Mitglieder die wichtigsten Aufgaben seiner EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2000. Im EU-Turnus folgt es auf Finnland und wird zur Jahresmitte den EU-Vorsitz an Frankreich abgeben. Bei der Osterweiterung wird Portugal die formalen Beitrittsverhandlungen mit den vor einem Monat gekürten Kandidaten Bulgarien, Rumänien, Lettland, Litauen, der Slowakei und Malta einleiten. Außerdem will es die Verhandlungen zu den schwierigen Kapiteln Landwirtschaft, Strukturpolitik und Finanzen mit Estland, Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn, Slowenien und Zypern aufnehmen. Die künftigen EU-Mitglieder konkurrieren zwar mit Portugal als Standort für kostengünstige Produktion, schreibt die Financial Times. Die Globalisierung würde aber den selben Wettbewerbsdruck auslösen, so dass man den Beitritt der Länder nicht als Bedrohung betrachten müsse, zitiert sie den portugiesischen Staatsekretär für Europaangelegenheiten Francisco Seixas da Costa. (vH)
stats