Geflügelwirtschaft

Positionspapier aus Niedersachsen

Zehn Punkte umfasst das heute in Hannover Medienvertretern aus Presse, Rundfunk und Fernsehen überreichte Dokument. In seinen Erläuerungen verwies der NGW-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke sowohl auf die wirtschaftlichen Aspekte der Geflügelwirtschaft in dem Bundesland als auch auf die Bemühungen der Erzeuger, neuen Forderungen nach Transparenz, Tierwohl und Gesundheit zu entsprechen. Mit fast 40 Prozent des deutschen Legehennenbestandes, rund zwei Drittel aller Masthühner sowie 50 Prozent der in Deutschland erzeugten Mastputen gelte die niedersächsische Geflügelwirtschaft  als Veredlungs- und Kompetenzregion auch in Europa und der Welt, führte er aus.

 

Nach aktuellen Umfragen würden 80 Prozent aller Verbraucher den Landwirten in Deutschland vertrauen. Es sei daher unverständlich, dass große Teile der Politik und Medien häufig mit grausamen Bildern über tierquälerische Nutztierhaltung immer wieder ein verzerrtes Bild zeichnen, so Ripke gegenüber den Medienvertretern. "Möglicherweise driften hier aktuell die ethischen  Normen von Politik und Medien einerseits und der breiten Bevölkerung etwas auseinander", so seine Vermutung.


Als wenig vorbildlich und eher verantwortungslos bezeichnete der NGW-Vorsitzende dagegen den Versuch des niedersächsischen  Agrarministers Christian Meyer, abweichend von dem früher für das Bundesland erarbeiteten "Tierschutzplan" mit hohen Geldprämien zum sofortigen Ausstieg aus verschiedenen Verfahren "zu  verführen".


Als Beispiel nannte Ripke das Verfahren der schonenden Infrarot-Schnabelspitzenbehandlung von Legehennen in Bodenhaltung. Dieses "ideologische Vorpreschen im vermeintlich edlen Kampf gegen die Massentierhaltung wird zu mehr Federpicken und Kannibalismus und auch zu mehr Antbiotikaeinsatz führen", machte Ripke die NGW-Position deutlich. Dagegen werde sich die NGW entschieden wehren. (jst)



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