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Erstmals einen Gewinn erwirtschaften konnte im vergangenen Jahr die 1993 gegründete "Bio-Kraftstoff Vogtland e.G." im sächsischen Großfriesen. Nach der Genehmigung 1992 durch die EU flossen über 5 Mio. DM in die Anlage, gut die Hälfte davon als Fördermittel. Produktionsstart war am 20. September 1995. Nach Tiefen und Höhen, die zum einen auf dem steigenden Rapspreis und zum anderen auf der Ökosteuer beruhten, kommen die 78 Genossenschaftsmitglieder nun erstmals in den Genuss einer Gewinnausschüttung. "Es werden aber nur kleine Beträge sein," äußerte Vorstandsmitglied Andreas Heinz gegenüber dem Sächsischen Genossenschaftsblatt. Die Anlage versorgt inzwischen über 100 Kunden mit Biodiesel. Zu den Stammkunden zählen Fuhr- und Taxi-Unternehmen, Landwirte, Fahrschulen und Privatkunden. Von den 6.000 t Kapazität der Anlage können mangels Rohstoff derzeit nur 75 Prozent ausgelastet werden. Größere Raps-Lieferungen erhofft man sich für die Zukunft aus dem benachbarten Thüringen. (Bm)
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