Positivliste bei Futtermitteln zunächst zu aufwendig

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Nach den BSE- und Dioxinkrisen seien Futtermittel in den Mittelpunkt gerückt, wenn es um eine Verbesserung der Sicherheit von Lebensmitteln geht. Dies erklärte EU-Kommissar David Byrne am Mittwoch bei der Vorstellung seines Weißbuchs. Langfristig will die Kommission eine Positivliste erstellen, auf der Ausgangserzeugnisse aufgezählt werden, die ausschließlich als Tierfutter verwendet werden dürfen. Dies sei aber sehr zeitaufwendig, weshalb zunächst nur die Verbotsliste verlängert werden soll. Die Kommission hat dabei recycelte Altfette, auf den Höfen verenderte Falltiere und BSE-Risikomaterialien aus Schlachtkörpern vorgesehen. Bis Juni 2000 will die Kommission dazu Vorschläge vorlegen und über den BSE-Status der Mitgliedstaaten einen Beschluss fassen. (Mö)
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