Düngemittel

Potash-Agrium-Fusion kurz vor Abschluss


Die Chancen auf eine fröhliche Hochzeitfeier von Potash Corp. of Saskatchewan Inc. und bisherigem Wettbewerber Agrium Inc.  Ende Dezember stehen gut. Endlich erfüllt sich der Deutsche, Jochen Tilk, CEO von Potash, seinen Traum, mit einem Partner auf Augenhöhe zu fusionieren. „Wir machen signifikante Fortschritte bei den Abschlussverhandlungen“, sagte Tilk bei der Bekanntgabe der Zahlen zum 3. Quartal 2017 am Donnerstag. Bis auf die Kartellbehörden in den USA und China hätten alle anderen ihre Genehmigung für den Zusammenschluss erteilt. Der Potash-Chef ist zuversichtlich, das Projekt bis zum Jahresende abzuschließen.

Auf den großen Tag ist Potash vorbereitet. Eine gute Ausgangsbasis schaffen die Markt- und Preisverhältnisse bei Kali. Im 3. Quartal von Juni bis September konnte Potash die Absatzmengen von Kali auf 3 Mio. t steigern und höhere Kalipreise von durchschnittlich 179 (Vorjahr 150) US-$/t erzielen. Dadurch konnten sogar die preisbedingen Rückgänge von Stickstoff- und Phosphatdüngern ausgeglichen werden. Insgesamt ergibt sich für Potash nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2017 ein Bruttogewinn von 753 Mio. US-$, ein Anstieg um 12 Prozent.

Einen großen Beitrag zum Ergebnis tragen die ausländischen Investitionen und Beteiligungen von Potash bei: Arab Potash Company (APC) in Jordanien, die Israel Chemicals Ltd. (ICL), die Sociedad Quimica y Minera de Chile S.A. (SQM) sowie Sinofert in China. Der Marktwert von Potash an den vier Unternehmen beträgt rund 6,6 Mrd. US-$.

Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt fest gestimmt. CEO Tilk spricht von einer robusten Nachfrage in den weltweiten Kernmärkten für Düngemittel. Unverändert bleibt Potash bei seinem anvisierten Kaliabsatz von rund 9 Mio. t für 2017. Die kanadische Vertriebsorganisation Canpotex ist bis zum Ende des Jahres vollständig ausgelastet, nachdem auch Indien und China wieder reichlich Kalidünger kaufen. Der weltweite Absatz von Kali dürfte 2017 zwischen 62 bis 65 Mio. t liegen. (da)
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