Der kanadische Düngemittelhersteller Potash Corporation of Saskatchewan (PCS) erwartet weitere Marktanpassungen. Der Geschäftsverlauf 2011 ist uneinheitlich. Die weltweite Verunsicherung über den Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung bekam der kanadische Düngerhersteller im 4. Quartal zu spüren. Nach hohen Vorgaben in den vorausgegangenen Monaten ging die Nachfrage nach Kali- und Stickstoffdünger von Oktober bis Dezember 2011 spürbar zurück. Infolge hat Potash seit Ende 2011 die Produktion um 1,2 Mio. t, das sind rund 10 Prozent der Gesamtkapazität, gedrosselt. 
Doch nach Einschätzung von CEO Bill Doyle, sei dieser Einbruch nur von kurzer Dauer. Potash Corp. will an seiner Ausrichtung, weiter in bestehende Anlagen zu investieren und neue Kaliminen zu erschließen, festhalten. Denn die langfristigen Trends seien dahingehend zu interpretieren, dass das Wachstum auf den weltweiten Düngemittelmärkten nicht aufzuhalten sei, so Doyle bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2011 in dieser Woche.
 
Abgesehen von dem als schwach bezeichneten 4. Quartal verlief das Geschäftsjahr 2011 bestens. Der Umsatz von Potash erreichte 8,7 (Vorjahr: 6,5) Mrd. US-$. Der Gewinn verbesserte sich auf knapp 3 Mrd. US-$, ein Jahr zuvor waren es 1,7 Mrd. US-$. Vor allem das Kalisegment soll im laufenden Geschäftsjahr weiter zulegen, hofft der CEO. Der Jahresabsatz wird auf 9,2 bis 10 Mio. t Kaliumchlorid veranschlagt. Allerdings will Doyle nicht ausschließen, dass weitere Marktanpassungen verbunden mit Produktionsdrosselungen kurzfristig eintreten könnten. (da)
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