Potash Corp macht weniger Gewinn

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash Corp legt einen verhaltenen Abschluss für das 1. Halbjahr 2012 vor. Die Produktionskosten sind hoch. Die weltweite Nachfrage für Kali- und Phosphatdünger schwächelt. Zwar verzeichnete die Potash Corporation of Saskatchewan Inc. in den Verbrauchsmonaten April bis Juni eine leichte Belebung bei Kali, doch in der Halbjahresbilanz war der gesamte Absatz rückläufig. Bei Phosphat konnten Futterzusatzstoffe einen Zuwachs verzeichnen, insgesamt ging der jedoch Absatz zurück. Potash Corp erreichte im 1. Halbjahr einen Umsatz von 4,1 Mrd. US-$ gegenüber 4,5 Mrd. US-$ im Vorjahr. Der Gewinn gab von 1,5 auf knapp 1 Mrd. US-$ nach. Diesen Rückgang führt der weltweit größte Kaliproduzent auch auf eine Investition in Höhe von 341 Mio. US-$ in den chinesischen Düngerkonzern Sinofert im 2. Quartal zurück.

Diese Aufwendungen werden das Unternehmen weiter belasten. Insofern kündigen die Kanadier schon jetzt einen Gewinnrückgang für das Gesamtjahr 2012 an.

In der Kalisparte schlugen höhere Kosten zu Buche, die auch durch bessere Erlöse nicht kompensiert werden konnten. Das Unternehmen nennt einen durchschnittlichen Preis für 60er-Kali von 433 US-$, das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr. In seinem Ausblick für 2012 ist das Unternehmen verhalten. Die Trockenheit in den USA und damit verbundene Einkommenseinbußen für US-Farmer verheißen wenig Gutes für den künftigen Einkauf von Düngemitteln. Potash richtet seinen Augenmerk deshalb mehr auf die südamerikanischen Länder. Weltweit wird ein Kaliabsatz für 2012 von 53 bis 56 Mio. t geschätzt. Vor allem Indien dürfte als wichtiger Abnehmer weniger in Erscheinung treten. (da)
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