Düngemittel

Potash drosselt Produktion


Der kanadische Kaliproduzent passt seine Produktion an die international schwach gestimmten Marktverhältnisse an. Wie das Unternehmen mitteilt, soll in zwei Minen die Produktion vorrübergehend ausgesetzt werden. Während des Stillstands werden Wartungsarbeiten vorgezogen, Entlassungen sind nicht geplant. Ab 20. März sollen die Minen Allan und Lanigan in Kanada nicht mehr produzieren. Damit will Potash seine Produktion im Jahr 2016 um 400.000 t reduzieren. Die Kalipreise haben derzeit mit unter 300 US-$ /t einen neuen Tiefstand erreicht. Mit der vorrübergehenden Schließung reagiert der Kaliproduzent auf die bislang wenig ermutigenden Meldungen aus Indien als größter Kalieinkäufer.

Die Dürre in Indien verursachte eine geringere Nachfrage nach Kali als in den Vorjahren. Deshalb dürften sich die Verhandlungen zwischen der indischen Einkaufs- und kanadischen Vertriebsorganisation für Kalilieferungen 2016 von März auf Juni verschieden. Vor kurzem hatte Potash bereits die Schließung der Mine Piccadilly bekannt gegeben. Hier stehen 430 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Der deutsche Kalianbieter K+S AG, Kassel, wird an diesem Donnerstag seine Geschäftszahlen vorlegen. Der Konzernvorstand steht unter massivem Druck. Gegen den Vorstand ist Anklage erhoben worden, vor knapp einer Woche entschied die Deutsche Börse, den Abstieg aus dem DAX in den mittleren Börsenindex MDAX. (da)
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